Chronik der Adventgemeinde Schopfheim

Die Adventgemeinde Schopfheim ist die Ortgemeinde der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit mehr als 15 Milionen Mitglieder in über 205 Ländern der Erde. Mit allen Christen teilen wir den Glauben an Jesus Christus, der durch seinen Tod und seine Auferstehung allen Menschen, die an ihn glauben, die Möglichkeit des ewigen Lebens gibt.

Entsprechend seiner Zusage glauben wir, dass er wiederkommen und eine neue Erde schaffen wird. Daher kommt auch der Name Adventisten (lat. adventus = Ankunft).

Im Jahre 1905 schlug die Adventmission zum ersten Mal in Lörrach buchstäblich ihr Zelt auf. An der damaligen Karlstrasse, der heutigen Feldbergstrasse, fand sich der geeignete Platz dazu, ein Zelt aufzustellen, in welchem Vorträge gehalten, Bücher verkauft und Gespräche geführt wurden.

Durch diese Arbeit entstand eine kleine Gruppe von Adventgläubigen. 1905 und 1906 schlossen sich 12 Menschen durch die Taufe, nach dem Vorbild von Jesus, der weltweiten Freikirche an und gründetet so eine neue Ortsgemeinde. Im September 1906 fand diese als erstes Gemeindezentrum das Gebäude der jetzigen Firma Haberbusch (Lörrach), wo sie sich zuerst im Hinter- und dann bis 1922 im Vorderhaus, neben dem Warteck, versammelte. Betreut wurde die Gemeinde, insbesondere bei den Abendmahls- und Tauffeiern, von Pastoren aus Freiburg, Strassburg und Konstanz, sowie von den Bibelarbeiterinnen Baral (1906), Frank (1907), Dörfler (1919) und Freund (1922+23).

Der Bekannteste ist sicher Wilhelm Schäffler (1923+24), der spätere langjährige Urwaldmissionar am Amazonas. Er lebte mit den dortigen Ureinwohnern zusammen. Seine Erlebnisse schilderte er in seinem Buch "Als Pionier in der grünen Hölle".

In dieser Zeit von 1906 bis 1922 und darüber hinaus entstand in Fahrnau ein kleiner Bibelkreis bei der Familie Kiefer. Aus dieser kleinen Gruppe von ca. 8-14 Gläubigen erwuchs die im Jahre 1923 in Fahrnau gegründete Gemeinde. Die erste offizielle Gemeinde in Fahrnau wurden von dem Hausbesitzer und späteren Gemeindeleiter, Herrn Schneider, gegründet. In seinem Haus in der Austrasse 1 hatte er einen Raum mit ca. 40-50 qm im Tiefparterre geräumt und der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Hier wurde eine Garderobe eingerichtet, Stühle und ein Rednerpult aufgestellt, das mit einem Samttuch verkleidet wurde, auf die Worte gestickt waren: "Unser Herr kommt". Die Kinder wurden während des ersten Teils des Gottesdienstes in der Küche, im oberen Stockwerk, bei der Familie Schneider, unterrichtet und betreut. Diese spärliche Ausstattung war der Anfang der Gemeinde in Fahrnau und sollte für die nächsten 55 Jahre ihr Zuhause sein.

Während dieser Zeit - von 1923 bis 1979 - wurden die Gemeinden in Lörrach und Schopfheim von Pastoren betreut, die im Raum Schopfheim wohnten. Die ältesten verzeichneten Mitglieder der Schopfheimer/Fahrnauer Gemeinde waren die Schwestern Emma und Anna Bühler, die sich im August 1917 und im Februar 1920 entschieden, durch die Erwachsenentaufe der Gemeinde beizutreten.

Da weder in der Lörracher Gemeinde, die bis in die 50er Jahre in der Hebelschule (Rheinstrasse 21) von der Stadt Lörrach ein Klassenzimmer zur Verfügung gestellt bekam, noch die Gemeinde Schopfheim, bei der Familie Schneider, über ein Taufbecken verfügten, wurden die Taufen damals bei jeder Jahreszeit im Gewerbekanal, in der Wiese und im Mühleteich vorgenommen. Erst 1958 bekam die Lörracher Gemeinde bei steigender Mitgliederzahl ein eigenes Gemeindezentrum an der Ecke Grether-Haagener Strasse, wo unter dem Podium ein Taufbecken einbauen liess.

In den 55 Jahren, während welcher die Adventgemeinde Schopfheim ihr Domizil in der Austrasse hatte, wuchs sich nicht weniger als ihre Schwestergemeinde in Lörrach. Von Anfangs ca. 8-14 Mitgliedern wuchs sie auf ca. 48-53 an. 1976 wurde der Gemeinderaum in der Austrasse für sie ebenfalls zu klein und sie musste sich nach einem neuen Zuhause umsehen. Das fanden sie in der ehemaligen Kinderschule in der Blasistrasse 21. Nach dem Umbau konnte die Adventgemeinde Schopfheim am 27. Mai 1978 ihr neues Gemeindezentrum einweihen, in welchem sie heute noch lebt und wirkt.